Beiträge vom Januar 2007
Die Sonne scheint und es schneit in Mainz, auch wenn nichts liegen bleibt, natürlich nicht.
In der ReWi-Caféteria haben um 18 Uhr bereits alle Kaffeautomaten an der wunderbaren neuen Kaffeemeilenservicebar, die koffeinsüchtigen, unglaublich dankbaren Studenten seit ein paar Wochen Cappuccino, Milchkaffee und Latte Macchiato servieren, geschlossen. Stattdessen muss unsäglicher Filterkaffee herhalten, der auch geputscht mit Unmengen Kondensmilch und Zucker kaum zu ertragen ist.
Im Laufe des Tages tritt die versammelte Moderatorenriege der ersten Stunde von ihrem Engagement bei der Readers Edition zurück (bzw. wird zurückgetreten), nachdem in den letzten Wochen bereits mehrere Moderatoren ihr Ausscheiden bekannt gegeben hatten.
Und zu guter Letzt wird um 20.30 Uhr noch per Bote die Nachricht überbracht, dass die Kaltmiete für eine wunderschöne Altbauwohnung, in der sechs Sardinen im Herzen der Mainzer Altstadt ein bislang vergnügtes Leben führten, um 20% oder 207€ erhöht wird, was für die Sardinen mit den größeren Büchsen mit monatlich 50€ zu Buche schlagen wird – wohlgemerkt ohne die zu erwartende Nebenkosten- und Stromerhöhung im nächsten Monat.
Ich hab ja gleich gewusst, dass es ein beschissener Tag wird, als ich heute morgen nach einem Traum mit Mr Spock aus dem Bett gekrabbelt bin.
Kategorien: Meenz wie es singt und lacht · The Internets · Unfassbar
Ich liebe es, wie Musik mich in genau die Zeit zurück versetzen kann, zu der ich ein Lied oder ein Album zum ersten Mal gehört habe, intensiv, rauf und runter jeden Tag. Ich liebe es, wie unerwartet das oft passiert, selbst, wenn ich das betreffende Stück nicht zufällig im Radio höre, sondern die CD selbst in die Stereoanlage gepackt habe. Ich liebe diesen Moment, in dem es mich wie durch einen Zeitstrudel zurückzieht zu verzauberten Tagen. In dem ich Gänsehaut bekomme, alles plötzlich wieder sehe und rieche und schmecke. Und mich einfach nur noch daran erinnere, wie wunderschön diese Zeit war.
Kategorien: Verzaubertes
Eine Dame mittleren Alters mit der Statur von Vicki Pollard und einer Plastikbierflasche mit praktischem Schraubverschluss in der einen und einer Hundeleine samt Hündchen in der anderen Hand setzt sich im Bus neben mich, und fordert Jennie, die Hundedame, mehrmals auf, Sitz zu machen. Jennie leistet diesen Aufforderungen leider keine Folge, stinkt dafür aber auch wenigstens nicht so schlimm wie Frauchen. Die fordert mich dafür auf, beim Aussteigen aufzupassen, dass ich nicht auf die Jennie trete, die sich kontinuierlich um meine Füße wickelt. Kein Problem – ich steh eh nicht so auf Handtaschenhunde, die in meiner Wade hängen.
Kategorien: Mainzer Freaks
Es gibt nichts, was gute Freunde – die auch Sonntag abends um halb zehn noch mit einer Rotwein und Schokolade vorbeikommen, wenn man sie braucht – und Little Britain nicht besser machen würden. Nichts.
Kategorien: Verzaubertes
Frau Stifti über vier Fassenacht-Gardisten, die in voller Montur auf der Straße vor meiner Haustür stehen:
„Christine, die Fassenacht steht vor der Tür.“
Kategorien: Meenz wie es singt und lacht
Heute in der S-Bahn Richtung Höchst den dritten Mainzer Freak* diese Woche getroffen. Dieser hier fragte jeden in der Bahn, wohin die Reise heute ginge. Ich weiß nicht, ob ‘Sikh-Tempel’ (wohin wir wollten) Code für ‘Bunker’ ist – jedenfalls fragte er uns immer wieder, ob man den Bunker denn jeden Tag besuchen könne, ob wir jeden Sonntag dahin fahren und ob es dort auch Mittagessen gibt. Als sich ein weiterer Mitfahrer unserer erbarmte und mitbekam, dass wir wirklich nicht in ‘den Bunker’, sondern zum Gurdwara wollten, warf er in schönstem Rheinhessisch ein: „Ei, da wo de Inner ihre Gottheide anbeede!“ Darauf der Freak: „Seid ihr auch Inder?
*Um fair zu bleiben – Kastel gehört ja nicht mehr wirklich zu uns, und vielleicht kam er ja auch aus Frankfurt. Man weiß es nicht…
Kategorien: Mainzer Freaks
Das wurden wir von J. gefragt, die samt Freund und Eltern aus irgendeinem absurden Grund heute nachmittag um genau diesselbe Zeit im Dom Café Platz genommen hatte wie wir. Der Altersdurchnschnitt der Besucher beträgt etwa 67 aufwärts, die stilvollen Rüschenvorhänge sind wohl noch älter. Vielleicht wirken dehalb auch die adretten schwarzen Uniformen mit den weißen Schürzen, in denen die Bedienungen servieren, irgendwie gar nicht so fehl am Platz, wie man es im Jahre 2007 erwarten würde.
Übrigens: so absurd ist es trotzdem nicht, sich im Dom Café zu treffen: die haben einfach verdammt leckeren Kuchen da.
Kategorien: Meenz wie es singt und lacht · Schlemmereien
…dann wäre das eine verdammt schöne Sache.
Kategorien: Sommer