Warum?! And why do I always fall down?
Scheiß-Regen. Langsam befürchte ich das Herannahen einer jahreszeitunüblichen Winterdepression. Argh.
Warum?! And why do I always fall down?
Scheiß-Regen. Langsam befürchte ich das Herannahen einer jahreszeitunüblichen Winterdepression. Argh.
Kategorien: Regen und Meer · Sommer · le sigh
Es ist Bierbörse, am Rhein wieder dieses Jahr, und es ist etwas schwierig, sich aus den lauten, peinlichen Menschenmassen raus zu schlagen, selbst jenseits des Bieräquators. Dem Rhein aber ist das egal. Ruhig und gemächlich fließt er dahin, langsam, träge, regengrün; und ebenso gemächlich tuckern die Cargotransporter und Ausflugsschiffe stromaufwärts, ohne Hektik. Alles mit der Ruhe an diesem späten Sonntagabend. Sogar die Jogger (die anderen sind immer Jogger, man selbst ist immer Läufer, natürlich) scheinen unaufgeregter und gemütlicher zu traben als an anderen Tagen, die Studenten und Hippies sitzen auf den Wiesen am Winterhafen und grillen, wie es sich gehört (solange man sie noch lässt), und alles ist gut. Unter der Eisenbahnbrücke bilden sich Wasserstrudel. Man kann die Unterströmung erahnen, dort, wo inmitten dieses riesigen, mächtigen Flusses alle paar Meter Wassermassen zusammentreffen und nach unten gesaugt werden, und man stellt sich dazu ein Geräusch vor, etwas saugendes, schmatzendes, wie ein zufriedenes, sattes Rülpsen. Unterströmung, das ist ohnehin ein seltsames, schönes Wort. Ich muss immer an die Liedzeile denken, wenn ich es höre: I’m pulled down by the undertorrent – I never thought I could feel so low; but oh darkness I feel like letting go. Aber dieser Abend ist in keinster Weise so traurig, auch wenn die Dunkelheit langsam hereinbricht, nachdem die Sonne rot und orange genau hinter dem Dom versinkt. Der Fluß fließt ruhig und gemütlich, die Blumen in den Vorgärten der Uferstraße blühen gelassen – Spießergärten mit Geranien, Hippie-Gärten mit Sonnenblumen und Wildblumensaat, Psychologen- und Anwaltsgärten mit Hortensien und Stockrosen – gerade so, als wüssten sie um ihre vergängliche Schönheit, und alles ist angenehm dumpf und ruhig.
Kategorien: Meenz wie es singt und lacht · Sommer · Verzaubertes · le sigh
Oder schon wieder? Ich verliere langsam den Überblick. Die Tage fließen ineinander wie der Regen draußen die Fensterscheiben hinunter, nur die Grautöne variieren.

Kategorien: Meenz wie es singt und lacht · Regen und Meer · Sommer · le sigh
Mein Mund schmeckt nach billigem Weißwein, nach Rheinluft, nach Rauch aus dem Lomo und dem Rauch meiner Zigarette; nach Erinnerungen an jenen Abend im Spindler und Klatt, nach Heißhunger auf billigen Raspelkäse, weil sonst nichts im Haus ist, nach langen Blicken – und nach ungeküssten Küssen.
Kategorien: Berlin, Berlin · Meenz wie es singt und lacht · le sigh
Sehr, sehr gespannt bin ich auf das neue Zeitgeschichte-Projekt des SPIEGEL, einestages.
Das könnte wirklich eine ganz großartige Geschichte werden, wenn es angenommen wird – und wenn es gut gemacht wird. Ich drück die Daumen und freu mich drauf.
Kategorien: The Internets · was mit Medien
… Katzenbilder erreichen ein ganz neues Level, nachdem man The Order of the Phoenix gesehen hat.
Kategorien: Fangirl · The Internets
Manchmal werde ich müde.
Müde, mich immer wieder für meine Entscheidung, als Vegetarier zu leben, rechtfertigen zu müssen, immer wieder zu erzählen, warum und weshalb, zu argumentieren, warum und damit ich und andere sich in der Zukunft nicht mehr ständig rechtfertigen müssen. Müde, Menschen begreiflich zu machen, dass Billig-Bio (oder Massen-Bio überhaupt) nicht die Lösung ist, müde, ihnen zu erklären, weshalb es ökologisch sinnvoll ist, regional und saisonal zu kaufen, und müde, sie darauf aufmerksam zu machen, dass diese Produkte – biologisch, regional, nachhaltig, saisonal, und unverarbeitet, so weit wie möglich, tausend, ach, Millionen mal besser schmecken als der gespritzte, ewig weit herangekarrte Scheißdreck aus dem Supermarkt. Ich werde müde, mich immer wieder dem Klischee vom faulen Studenten ausgesetzt zu sehen, als Studentin, die neben dem Studium monatelang in praktisch unbezahlten Praktika als Vollzeit-Job arbeitet und nebenher noch einen richtigen, bezahlten Job hat, um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Müde, in meiner vormals über alles geliebten Büchse ständig die WG-Mama spielen („Wie funktioniert das?“, „Was mach ich da jetzt?“) und ständig jeden um alles bitten und verpflichten zu müssen und gleichzeitig bei meinen neuen „Mitbewohnern“ auf vollkommenes Unverständnis dafür zu stoßen, was die Büchse mir, uns allen, bedeutet hat, mir trotz allem auch immer noch bedeutet. Müde, Deppenapostrophe und -anführungszeichen zu korrigieren. Müde, mich für Bürgerjournalismus einzusetzen, und aufzuzeigen, weshalb es bei selbigem, grundehrlich betrieben, eben nicht um Content-Sklaven geht. Auch müde ob der beschissenen Korruption, Klüngelei und Dummheit im Journalismus. Müde, immer wieder die scheinheilige Geschichte zu enttarnen, nach der es ja so viel stromsparender ist, Geräte auf Standby zu lassen, weil das Ein- und Ausschalten doch viel mehr Strom verbraucht, wer auch immer diese Geschichte in die Welt gesetzt hat. Müde, immer wieder gegen diese beschissene „Was kann ich schon tun und ich will aber meine ‘billigen’ IKEA-Möbel und meine billigen Lebensmittel und überhaupt mein billiges alles und es ist mir scheißegal, wie die Natur dafür ausgebeutet und zerstört wird, Hauptsache ‘billig’!“-Pseudo-Argument anzureden, mit dem sich fast ein jeder aus der Verantwortung zu ziehen sucht, die aber verdammt noch mal jeder hat, JEDER, egal ob ökologisch, politisch oder ethisch. Manchmal werde ich auch müde, für meine Leidenschaft zu kämpfen. Und ich werde müde ob all der Trendsetter, die jetzt plötzlich meinen, sie wären superökopolitischkorrektmegahipmodern und ein guter Mensch obendrein, weil sie ihre beschissenen Bio-Flugäpfel beim Discounter (siehe oben) – Bio für das gute Gewissen, moderner Ablasshandel für die urbane Ökopest, die für o.g. Flugäpfel erstmal 10km Stop-and-Go raus auf die Grüne Wiese fährt. Aber gut, ich gebe zu, dies letzte ist nicht der Punkt. Darum geht es nicht.
Es geht darum: das Reden, das Argumentieren, das Sich-Dagegen-Stemmen, das nicht Aufgeben, das immer Weiterkämpfen, auch, wenn man sich Ignoranz gegenübersieht von der man weiß, dass sie sich nie, nie ändern wird – es ist anstrengend, es macht müde. Manchmal habe ich keine Lust mehr dazu und auch keine Kraft mehr. Manchmal lasse ich mich nicht auf Diskussionen ein, weil ich einfach keinen Nerv dazu habe, und dann helfe ich meiner Sache nicht, wenn ich entnervt das Thema wechsle oder gereizt reagiere. Und manchmal halte ich gleich den Mund, wenn ich gerade mal weider sehr, sehr müde bin, und das ist noch viel schlimmer.
Aber ich darf nicht müde werden. Wenn ich nichts sage, wenn ich nicht unermüdlich bleibe, wenn ich nicht dieselben Argumente tausend Mal wiederhole, wenn ich meine Position nicht erkläre, wenn ich nicht darum kämpfe, dass die Dinge, die mich ankotzen, besser werden, dann bedeutet das nur, dass es eine Person weniger gibt, de dafür spricht. Und dass die Ignoranten gewinnen. Deshalb rede ich weiter. Weshalb ich immer wieder „naiv“ oder „Idealist“ geschimpft werde.
Wenn dass die einzigen beiden Worte sind, an die sich irgendjemand im Zusammenhang mit meiner Person erinnern kann, dann soll mir das sehr, sehr recht sein.
Kategorien: Schlemmereien · le sigh · was mit Medien
Liebe Reuters: Schenkt Euren Journalisten doch mal ein Sprechtraining.
Lieber SpOn: Ladet bitte keine Beiträge mehr hoch, die jeder mancher Praktikant besser machen könnte, nur, um dabei zu sein. Viel hilft nicht immer viel. (Gilt auch für Eure Texte, yo.)
Kategorien: The Internets · was mit Medien
Kleinliche Kommilitoninnen, verprellt-genervte Dozenten, ein Scheiß-Friseurbesuch (wie immer), ein verregnetes Asta-Sommerfest (wie immer), viel zu viele Aufträge, die zur Zeit einfach nicht abreißen (wie immer), und, ach ja, da war noch was: das erste Juliwochenende.
Zu meinem Glück gibt es australischen Shiraz, sehr sehr dunkle Schokolade und Aragorn und Hobbitse, die den Brechreiz zumindest ein ganz klein wenig verringern.