Ophelia was the rebel girl

Was vom Sommer übrig bleibt

Samstag, 20. Oktober 2007 · Kommentar schreiben

Auf dem Flohmarkt am Rheinufer mummeln sich die Verkäufer in Anoraks, Schals, Mützen und Handschuhe, um im kalten Wind nicht an ihren Ständen festzufrieren. Gegen Mittag packen sie schon wieder zusammen, es ist kalt, die Wärme des Sommers ist endgültig weg, es macht keinen Spaß mehr, hier herumzustehen, in der Kälte.  Eine Mutter, eine ewig Hippie-Girlie gebliebene Enddreißigerin, brüllt ihr Kind an, weil es nun doch nicht Skateboard fahren will: „Ich schmeiß’ das Scheißding in den Rhein!“ Ich raschle mit den Füßen durchs Laub und tapse über den Sand, der immer noch hier liegt, obwohl der Strand längst Geschichte ist, wie der Sommer, vorbei, weg.

strand.jpg

 

 

 Seine Reste stapeln sich auf einem Floss im Fluss: Strandliegen, Tische, Palmen. Irgendwann demnächst werden sie abgeholt, um den Winter zu verschlafen. Bis sie sich im nächsten Jahr auf ein Neues in der Sonne räkeln dürfen.

Kategorien: Herbst · Meenz wie es singt und lacht

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