Ophelia was the rebel girl

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Heute wieder nass.

Mittwoch, 8. August 2007 · Kommentar schreiben

Zur Abwechslung mal. Vielleicht wäre es Zeit, darüber nachzudenken, auf das Fahrrad zu verzichten. Ungern, äußerst ungern.

Obwohl, es ist ja nicht so, als ob ich damit freie Fahrt hätte. Ich würde die (äußerst armseligen) Mainzer Fahrradwege ja gerne nutzen. Wenn ich könnte. Wenn sie nicht von Muttis und ihren Bälgern in Kinderwägen blockiert würden. Von schlurfenden Rentnern. Oder oh-ich-bin-ja-so-wichtig-Yuppies, die in Gegenrichtung auf den 60cm schmalem, rot markiertem, vom Rest des Gehweges abgekoppelten Weg einfach schneller sind. Wenn sie nicht immerzu von Autos blockiert würden, die stundenlang darauf warten, sich in den Verkehr auf der Rheinstraße einzufädeln. Also, nur, wenn diese selben Autos nicht gerade im Versuch begriffen sind, mich umzufahren, wie neulich auf einer vier Minuten kurzen Strecke dreifach geschehen.

Wie gesagt: vielleicht wäre es Zeit, darüber nachzudenken, auf das Fahrrad zu verzichten.

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Schatzkeller

Sonntag, 10. Juni 2007 · Kommentar schreiben

Wir haben gestern den Keller ausgemistet. Es ist unglaublich, was sich dort alles angesammelt hat in 16 Jahren Sardinenbüchse: 17 Eimer Farbe, mehr oder weniger vertrocknet, mehr oder weniger weiß, auch etwas Abtönfarbe, zusammengefaltete 1,50 Höhenmeter morsche Umzugs- und sonstige Kartons, Ski (mit 70er-Jahre Skihose), Schlittschuhe (mit Socken), Kinderkrücken, Säcke um Säcke voller Altkleider, mehrere morsche Kartons voller morscher Sixpacks voller abgelaufener Flaschen Mike’s Hard Lemonade, die beim Entsorgungsversuch durch besagte morsche Kartons rutschen und sich in alkoholische Limonadenpfützen auf dem dreckigen Kellerboden ergießen, diverser Elektroschrott wie Videorekorder und Aufnahmegeräte aus den 80ern (wobei der Spitzenreiter aber die unzähligen Wasserkocher sind, Verschleißerscheinung Nummer 1 in Sechser-WGs), eine Metalljalousie, welche auf den ersten Blick perfekt in die Vorratskammer zu passen scheint und dort hoffentlich bald das ausgeleierte Bambusrollo ersetzt, das die Lebensmittel nicht wirklich vor der erbarmungslosen sommerlichen Morgensonne schützt, und, zu guter letzt, in einer Ecke in einem blauen Müllsack verborgen: unser verlorenes Bidet. Das Bidet, das in allen anderen Wohnungen dieses wunderschönen Hauses im Bad installiert ist, dort, wo bei uns die Waschmaschine steht; dort, wo es aber ebenso wenig benutzt wird, wie wenn es bei uns stünde. Dieses Gefühl, das man empfindet, wenn man in einem von unfreundlichen Handwerkern verdreckten Keller die alten Habseligkeiten unzähliger ehemaliger Sardinen in Elektroschrott, Sondermüll, Sperrmüll und Altkleider sortiert in Turnschuhen, die mit alkoholischer Limonade durchweicht sind, die älter ist als der Begriff Alkopop, mit Händen und Armen bedeckt in Spritzern einer Limo-Bodendreck-Paste und man dann, in der allerletzten Ecke, vollkommen unverhofft ein Bidet findet, einfach so – nein, das kann man wirklich nicht in Worte fassen.

Man mag sich aber durchaus meine Entzückung vorstellen ob der Schätze, die ich nach ihrer Entdeckung wohlwollend in meine Obhut genommen habe: eine alte kleine Reiseschreibmaschine, verstaubt und mit Spinnweben bedeckt, aber immer noch funktionstüchtig wie geschmiert; ein kitschiger indischer Porzellanelefant, der jetzt die Sonne auf meinem Balkon genießt, nachdem der Wolkenbruch am Abend ihn erstmal gründlich entstaubt hat; die wunderschönen gusseisernen, schweren Kerzenständer zur Montage an dicken, kühlen Wänden in tiefen, dunklen Gängen; und der elegante, dunkelbraune zweireihige Mantel aus glänzendem Leder, der mir gerade eben noch passt, die Ärmel ein bisschen kurz zwar, aber ein Ledermantel, wie ich ihn mir immer gewünscht habe, ein Inbegriff individueller Eleganz. Wunderbar.

Nur die beiden silbernen Kuchengabeln, aufbewahrt in einer mit feinster gelber Seide ausgeschlagenen kleinen Kiste, die hat Babett-e in einem Moment der Unachtsamkeit meinerseits in den Müll gedonnert mit einem „Ih, sind doch eklig, was willste denn damit?!“

Na, meine Sonntagstorte essen zum Beispiel. Verdammt.

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Geschützt: Die Lüge

Sonntag, 3. Juni 2007 · Geben Sie Ihr Passwort ein, um Kommentare lesen zu können.

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Lesen Sie epd!

Freitag, 16. März 2007 · Kommentar schreiben

Und ich lese epd. Gerne, mal mit weniger, mal mit mehr Begeisterung. Mehr, wenn es um arabische Kriegsberichterstattung geht oder um (ich kann’s eigentlich schon nicht mehr hören) webzwonull.

Weniger, wenn man an einem gemütlichen Freitag Abend mit einer guten Tasse Tee friedlich und nichtsahnend epd liest und einen dabei aus dem Nichts plötzlich Namen anspringen, mit denen man eigentlich abgeschlossen hat. Ganz schön seltsam, das.

Kategorien: Unfassbar

29. Januar 2007

Montag, 29. Januar 2007 · Kommentar schreiben

Die Sonne scheint und es schneit in Mainz, auch wenn nichts liegen bleibt, natürlich nicht.

In der ReWi-Caféteria haben um 18 Uhr bereits alle Kaffeautomaten an der wunderbaren neuen Kaffeemeilenservicebar, die koffeinsüchtigen, unglaublich dankbaren Studenten seit ein paar Wochen Cappuccino, Milchkaffee und Latte Macchiato servieren, geschlossen. Stattdessen muss unsäglicher Filterkaffee herhalten, der auch geputscht mit Unmengen Kondensmilch und Zucker kaum zu ertragen ist.

Im Laufe des Tages tritt die versammelte Moderatorenriege der ersten Stunde von ihrem Engagement bei der Readers Edition zurück (bzw. wird zurückgetreten), nachdem in den letzten Wochen bereits mehrere Moderatoren ihr Ausscheiden bekannt gegeben hatten.

Und zu guter Letzt wird um 20.30 Uhr noch per Bote die Nachricht überbracht, dass die Kaltmiete für eine wunderschöne Altbauwohnung, in der sechs Sardinen im Herzen der Mainzer Altstadt ein bislang vergnügtes Leben führten, um 20% oder 207€ erhöht wird, was für die Sardinen mit den größeren Büchsen mit monatlich 50€ zu Buche schlagen wird – wohlgemerkt ohne die zu erwartende Nebenkosten- und Stromerhöhung im nächsten Monat.

Ich hab ja gleich gewusst, dass es ein beschissener Tag wird, als ich heute morgen nach einem Traum mit Mr Spock aus dem Bett gekrabbelt bin.

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